Repetition: Wirtschaft im Überblick
Vor der schriftlichen Lernkontrolle kommt die Repetitionswoche – und dieses Modul begleitet sie. Es fasst die Kernbegriffe aller drei Themenblöcke kompakt zusammen (Grundbegriffe und Wirtschaftskreislauf, Markt und Preise, Geld, Banken und Finanzwissen) und lässt dich danach vor allem üben: mit einem grossen gemischten Quiz quer durch die Module 1 bis 15, einer Begriffs-Zuordnung, einem Repetitions-Lückentext und Transferaufgaben. Kein neuer Stoff – dafür alles Wichtige an einem Ort.
Das lernst du hier
- Ich kann die Kernbegriffe aus den Modulen 1 bis 15 erklären und den drei Themenblöcken zuordnen.
- Ich kann Wissen aus verschiedenen Modulen verknüpfen und auf neue Alltagssituationen übertragen.
- Ich weiss, wo meine Lücken liegen, und kann meine Vorbereitung auf die Lernkontrolle gezielt planen.
LiLe: WAH.2.1 (Die Schülerinnen und Schüler können Prinzipien der Marktwirtschaft aufzeigen.), WAH.2.3 (Die Schülerinnen und Schüler können einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld entwickeln.)
Alles auf einen Blick – dein Fahrplan für die Repetitionswoche
Fünfzehn Module liegen hinter dir – von der Frage «Warum kannst du nicht alles haben?» bis zur Schuldenfalle im Onlineshop. Vor der schriftlichen Lernkontrolle bringt dieses Modul alles zusammen: kein neuer Stoff, sondern das Wichtigste aus allen drei Themenblöcken, kompakt zum Nachlesen – und danach vor allem: üben, üben, üben.
So nutzt du das Modul am besten:
- Lies die drei Block-Zusammenfassungen und markiere dir Begriffe, die sich nicht mehr «selbstverständlich» anfühlen.
- Löse das grosse Quiz – es beginnt leicht und wird gegen hinten anspruchsvoller.
- Nimm dir die Zuordnung und die Lückentexte vor. Alles, was dort hakt, schaust du im entsprechenden Modul noch einmal nach.
- Plane mit der Schlussaufgabe gezielt, was du vor der Lernkontrolle noch vertiefst.
Du kannst alle Aufgaben beliebig oft wiederholen – gezählt wird dein bestes Ergebnis. Genau richtig für eine Repetitionswoche.
Block A – Grundbegriffe und Wirtschaftskreislauf (Module 1–5)
Wirtschaft entsteht, weil unbegrenzte Bedürfnisse auf knappe Mittel treffen – mit dieser Knappheit klug umzugehen, ist das ökonomische Prinzip (mit gegebenen Mitteln möglichst viel erreichen – oder ein Ziel mit möglichst wenig Mitteln). Bedürfnisse reichen von Existenz- über Kultur- bis zu Luxusbedürfnissen, erfüllt werden sie durch Güter: Sachgüter und Dienstleistungen, freie und knappe Güter. Die drei Wirtschaftsakteure sind die Haushalte (konsumieren, bieten Arbeitskraft an), die Unternehmen (produzieren, zahlen Löhne) und der Staat (setzt Regeln, erhebt Steuern, stellt öffentliche Leistungen bereit). Ihre Austauschbeziehungen zeigt der Wirtschaftskreislauf: Der grüne Realstrom (Arbeitskraft, Güter) und der orange Geldstrom (Lohn, Konsumausgaben) fliessen gegeneinander; im erweiterten Modell kommen Staat, Banken (Sparen und Kredite) und Ausland (Exporte und Importe) dazu. Gearbeitet wird in drei Sektoren – Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen –, und der Strukturwandel hat die Beschäftigung über die Zeit vom ersten über den zweiten in den dritten Sektor verschoben; Liechtenstein ist dabei ein Sonderfall mit ungewöhnlich starker Industrie und starken Dienstleistungen.
Block B – Markt und Preise (Module 6–9)
Auf einem Markt treffen Angebot und Nachfrage aufeinander. Es gilt: Je höher der Preis, desto weniger wird nachgefragt – und desto mehr wird angeboten; sinkt der Preis, ist es umgekehrt. Wo sich beide Seiten treffen, liegt der Gleichgewichtspreis: Angebotene und nachgefragte Menge stimmen überein, der Markt ist «geräumt». Preise sind darum das wichtigste Signal des Marktes – sie zeigen Knappheit an, locken neue Anbieter an und bremsen die Nachfrage. Damit das funktioniert, braucht es Wettbewerb: Konkurrenz drückt auf Preise und treibt die Qualität. In einem Monopol dagegen gibt es nur einen Anbieter, die Kundschaft kann nicht ausweichen – deshalb schauen Behörden dort genauer hin. Ob der Staat in Preise eingreifen soll (Mietpreisbremse, Preisdeckel), ist eine politische Streitfrage: Ein Deckel unter dem Gleichgewichtspreis schützt kurzfristig die Betroffenen, erzeugt aber Knappheit – und ein gutes Argument dazu besteht immer aus Behauptung, Begründung und Beispiel.
Block C – Geld, Banken, Finanzwissen (Module 10–15)
Geld erfüllt drei Funktionen – Tauschmittel, Wertaufbewahrung und Recheneinheit – und hat sich vom Tauschhandel über Warengeld, Münzen und Papiergeld zum Buchgeld und digitalen Bezahlen entwickelt; Liechtenstein nutzt seit 1924 den stabilen Schweizer Franken (Währungsvertrag mit der Schweiz von 1980). Versicherungen beruhen darauf, dass das Kollektiv das Risiko des Einzelnen trägt – die Prämie ist der Preis dafür, und die Faustregeln lauten: existenzbedrohende Risiken versichern, kleine Schäden selbst tragen, Versichern und Sparen nicht vermischen. Banken nehmen Einlagen entgegen, vergeben Kredite und wickeln den Zahlungsverkehr ab; sie leben von der Zinsdifferenz zwischen Kredit- und Sparzins und prüfen vor jedem Kredit die Kreditwürdigkeit. An der Börse bestimmen Angebot und Nachfrage die Kurse: Die Aktie ist ein Anteil an einem realen Unternehmen, hinter Bitcoin steht nichts Reales – und generell gilt: höhere Renditechance, höheres Risiko. Fürs eigene Portemonnaie zählt das Handwerk: Brutto minus Abzüge ergibt Netto, budgetiert wird mit dem Nettolohn nach der Regel «zuerst sparen, dann ausgeben» – und wer Schuldenfallen wie Buy-now-pay-later, Abo-Fallen und Kleinkredite kennt, erkennt Warnsignale früh und weiss, wo es Hilfe gibt.
Zur Erinnerung: der erweiterte Wirtschaftskreislauf

Das grosse Repetitionsquiz: quer durch die Module 1–15
Frage 1 von 15Fünfzehn Fragen durch den ganzen Stoff – sie beginnen leicht und werden gegen hinten anspruchsvoller. Du kannst das Quiz beliebig oft wiederholen – es zählt dein bestes Ergebnis.
Warum müssen Menschen überhaupt wirtschaften?
Zuordnen: Zwölf Begriffe, zwölf Definitionen
Ordne jeder Definition den passenden Begriff zu – die Begriffe stammen aus allen drei Themenblöcken. Jeder Begriff wird genau einmal gebraucht.
Tippe zuerst ein Wort an und dann die Lücke, in die es gehört. Antippen einer gefüllten Lücke legt das Wort zurück.
Wünsche sind unbegrenzt, die Mittel begrenzt – das Grundproblem der Wirtschaft: Wirtschaftsakteure, die konsumieren und den Unternehmen Arbeitskraft anbieten: Der Strom aus Lohn und Konsumausgaben im Wirtschaftskreislauf: Güter, die Unternehmen ins Ausland verkaufen: Die langfristige Verschiebung der Beschäftigung vom 1. über den 2. in den 3. Sektor: Die Menge eines Gutes, die Käuferinnen und Käufer zu einem bestimmten Preis kaufen wollen: Der Preis, bei dem angebotene und nachgefragte Menge übereinstimmen: Marktform mit nur einem einzigen Anbieter: Geldfunktion, die Preise vergleichbar macht: Der regelmässige Preis für den Versicherungsschutz: Der Unterschied zwischen Kredit- und Sparzins – das klassische Geschäftsmodell der Bank: Der Lohn nach allen Abzügen – der Betrag, der aufs Konto kommt:
Der grosse Repetitionstext: Der Wirtschaftskreislauf – mit allem, was dazugehört
Ziehe die passenden Begriffe in die Lücken (am Handy: erst Wort antippen, dann Lücke). Der Text spannt den Bogen durch mehrere Module. Achtung: Drei Wörter in der Auswahl passen nirgends.
Tippe zuerst ein Wort an und dann die Lücke, in die es gehört. Antippen einer gefüllten Lücke legt das Wort zurück.
Im Zentrum der Wirtschaft steht der Kreislauf: Die Haushalte stellen den Unternehmen ihre zur Verfügung und erhalten dafür . Damit kaufen sie bei den Unternehmen Sachgüter und – Realstrom und Geldstrom fliessen in entgegengesetzter Richtung. Der erhebt Steuern und stellt dafür öffentliche Leistungen bereit. Die Banken wirken als des Kreislaufs: Sie sammeln die der Sparenden und vergeben daraus an jene, die investieren wollen. Über die Landesgrenze fliessen Exporte und – für das kleine Liechtenstein besonders wichtig. Bezahlt wird im ganzen Kreislauf mit dem Schweizer . Und wo immer gekauft und verkauft wird, bestimmen Angebot und die Preise.
Transfer: Wende dein Wissen auf neue Situationen an
Fünf neue Situationen, kein Wortangebot – tippe den passenden Begriff oder die Zahl selbst ein. Gross-/Kleinschreibung spielt keine Rolle; bei der Zahl genügt die Zahl ohne «CHF».
Ein Freibad senkt an einem Regentag den Eintrittspreis – es reagiert damit auf die gesunkene . Im Bergdorf gibt es nur eine einzige Bäckerei; für das Dorf ist sie ein . Du legst CHF 500 zu 2 Prozent Jahreszins an – nach einem Jahr erhältst du CHF Zins. Ein Social-Media-Angebot verspricht «hohe Rendite, null Risiko» – nach dem Grundsatz aus Modul 13 handelt es sich sehr wahrscheinlich um . Und wenn im Lehrvertrag CHF 900 stehen, aufs Konto aber CHF 860 kommen, dann erklärt sich die Differenz durch die .
Vertiefung: Dein Weg zur Lernkontrolle
Erkläre in eigenen Worten – so merkst du am besten, was du schon verstanden hast.
Deine Antworten werden auf diesem Gerät gespeichert und gehen mit deinem nächsten Fortschritts-Report an die Lehrperson.
Lernen durch Lehren: Erstelle selbst drei Prüfungsfragen quer durch den Stoff – eine leichte, eine mittlere und eine anspruchsvolle. Jede Frage braucht vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine stimmt – und die falschen sollen typische Denkfehler sein, keine Fantasieantworten. Tauscht die Fragen in der Klasse aus und löst sie gegenseitig.
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Gute Distraktoren findest du, indem du an häufige Verwechslungen denkst: Brutto/Netto, Realstrom/Geldstrom, Prämie/Leistung, «die Bank druckt Geld», «Bitcoin ist eine Aktie». Anspruchsvoll wird eine Frage, wenn sie eine neue Situation beschreibt, statt nur eine Definition abzufragen.
Mach den Ampel-Check für deine Vorbereitung: Geh die Themen der Module 1–15 durch (Bedürfnisse und Knappheit, Akteure, einfacher und erweiterter Kreislauf, Sektoren, Angebot und Nachfrage, Preisbildung, Wettbewerb und Monopol, Argumentieren, Geld, Versicherungen, Banken und Zins, Börse und Krypto, Budget und Lohn, Schuldenfallen). Markiere jedes Thema mit Grün (sicher), Gelb (unsicher) oder Rot (muss ich nochmals anschauen) – und plane für jedes rote Thema einen konkreten Lernschritt vor der Lernkontrolle.
Tipp anzeigen
Sei ehrlich statt optimistisch: «Ich habs mal gewusst» ist Gelb, nicht Grün. Ein konkreter Lernschritt nennt Modul und Aufgabe – zum Beispiel «Modul 7: Quiz wiederholen, bis 100 %» oder «Modul 12: Zinsrechnung nochmals von Hand rechnen» – nicht nur «nochmals anschauen».