Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise und der Aufstieg des Nationalsozialismus
Wie konnte aus einem Börsencrash in New York die Machtübernahme Hitlers in Berlin werden? In diesem Modul lernst du, historische Ereignisse als Ursache-Wirkungs-Ketten und -Kreisläufe zu verstehen und selbst zu skizzieren – vom Versailler Vertrag über die Hyperinflation 1923 und die Weltwirtschaftskrise 1929 bis zum 30. Januar 1933.
Das lernst du hier
- Ich kann Ursache-Wirkungs-Ketten erkennen und selbst skizzieren.
- Ich kann erklären, wie der Versailler Vertrag über die Reparationen zur Hyperinflation von 1923 führte und warum das Vertrauen in die Demokratie darunter litt.
- Ich kann die Kette vom Börsencrash 1929 bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 in der richtigen Reihenfolge beschreiben.
- Ich kann den Teufelskreis der Sparpolitik Brünings als Kreislauf darstellen.
- Ich kann Auswirkungen dieser Zeit auf Liechtenstein nennen, zum Beispiel den Zollvertrag mit der Schweiz von 1923 und die Einführung des Schweizer Frankens 1924.
Lehrplan 21: RZG.6.2 (Die Schülerinnen und Schüler können Kontinuitäten und Umbrüche des 20. Jahrhunderts analysieren und erklären (u. a. Krise der Demokratie, Nationalsozialismus).), RZG.7.1 (Die Schülerinnen und Schüler können aus Quellen und Darstellungen (Texte, Zahlenreihen, Statistiken) historische Informationen entnehmen und daraus Schlüsse ziehen.), RZG.8.1 (Die Schülerinnen und Schüler können Entwicklung, Chancen und Gefährdungen der Demokratie an historischen Beispielen erklären.)
Was passiert, wenn Geld über Nacht wertlos wird?
Stell dir vor: Du hast 50 Franken gespart. Heute reicht das für ein Konzertticket. Nächste Woche bekommst du dafür noch einen Kaugummi – und einen Monat später nicht einmal mehr das Papier, auf dem der Preis steht.
Genau das erlebten die Menschen in Deutschland 1923: Ein Brot kostete im Herbst zeitweise über 100 Milliarden Mark. Löhne wurden täglich ausbezahlt, und die Leute rannten damit sofort in die Läden, bevor das Geld am Nachmittag schon wieder weniger wert war. Ersparnisse ganzer Familien lösten sich in Luft auf.
Auch bei uns in der Region war das Thema real: Liechtenstein rechnete damals noch mit der österreichischen Krone – und die wurde nach dem Ersten Weltkrieg durch die Inflation massiv entwertet. Viele Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner verloren ihre Ersparnisse. Die Folge: Liechtenstein wandte sich der Schweiz zu, schloss 1923 den Zollvertrag ab und führte 1924 offiziell den Schweizer Franken ein.
Solche Ereignisse fallen nicht vom Himmel. Sie sind Glieder einer Kette: Eine Ursache führt zu einer Folge, diese Folge wird selbst wieder zur Ursache – und so weiter. In diesem Modul lernst du, solche Ursache-Wirkungs-Ketten zu lesen und selbst zu zeichnen. Am Ende verstehst du damit eine der wichtigsten Fragen des 20. Jahrhunderts: Wie konnte aus einer Wirtschaftskrise eine Diktatur werden?
Die Weltwirtschaftskrise 1929
Achte beim Schauen besonders darauf, welche Kettenreaktion der Börsencrash in New York auslöste: Wie kommt die Krise von den USA nach Deutschland? Notiere dir mindestens vier Stationen dieser Kette – du brauchst sie später für die Aufgaben.
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Das Video erklärt, wie der Börsencrash an der New Yorker Börse im Oktober 1929 die «Goldenen Zwanziger» beendete. Die USA zogen ihre Kredite aus Deutschland ab, deutsche Banken und Firmen gerieten in Not, viele gingen bankrott. Die Arbeitslosigkeit stieg auf mehrere Millionen Menschen. Die Regierungen der Weimarer Republik fanden keine wirksame Antwort auf die Krise, das Vertrauen in die Demokratie schwand, und radikale Parteien wie die NSDAP gewannen massiv an Zulauf.
Von Versailles bis zum 30. Januar 1933 – der Überblick
Die schwere Hypothek: Versailles und die Inflation
Die Weimarer Republik, Deutschlands erste Demokratie, startete 1919 mit einer schweren Last: Der Versailler Vertrag machte Deutschland für den Ersten Weltkrieg verantwortlich und verpflichtete es zu hohen Reparationen (Wiedergutmachungszahlungen). Um seine Ausgaben zu decken, druckte der Staat immer mehr Geld – das Geld verlor dadurch immer schneller an Wert. 1923 eskalierte das zur Hyperinflation: Die Mark wurde praktisch wertlos, Ersparnisse waren vernichtet. Viele Menschen gaben der jungen Demokratie die Schuld an ihrem Elend.
Mit der neuen Rentenmark (Ende 1923) und amerikanischen Krediten (Dawes-Plan, 1924) beruhigte sich die Lage. Es folgten die «Goldenen Zwanziger» – Jahre des Aufschwungs. Aber Achtung: Der Aufschwung war auf Pump gebaut, vor allem mit kurzfristigen Krediten aus den USA.
Der Crash und die Kettenreaktion
Am 24. Oktober 1929 (in Europa als «Schwarzer Freitag», der 25. Oktober, bekannt) stürzten die Aktienkurse an der New Yorker Börse ab. Die amerikanischen Banken brauchten ihr Geld zurück – und zogen ihre Kredite aus Deutschland ab. Deutsche Banken und Firmen gingen reihenweise bankrott. Anfang 1932 waren über sechs Millionen Menschen arbeitslos, etwa jeder dritte Arbeitnehmer.
Reichskanzler Heinrich Brüning (1930–1932) reagierte mit strengem Sparen: Löhne, Renten und Staatsausgaben wurden gekürzt. Diese Deflationspolitik verschärfte die Not – ein Teufelskreis, den du gleich genauer anschaust. Regiert wurde dabei zunehmend mit Notverordnungen am Parlament vorbei: Die Demokratie höhlte sich selbst aus.
Die Radikalisierung
In dieser Verzweiflung versprachen die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler einfache Lösungen und Schuldige. Die Wahlergebnisse der NSDAP explodierten: 2,6 % (1928) → 18,3 % (1930) → 37,3 % (Juli 1932). Am 30. Januar 1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt – das Ende der ersten deutschen Demokratie.
Und Liechtenstein?
Liechtenstein blieb von den Weltkriegen verschont, aber nicht von der Wirtschaft: Die Kronen-Inflation nach 1918 vernichtete auch hier Ersparnisse – deshalb der Zollvertrag mit der Schweiz (1923) und die Frankeneinführung (1924). Die Weltwirtschaftskrise traf dann die exportabhängige Textilindustrie im Rheintal hart; viele Menschen aus der Region mussten sich Arbeit im Ausland suchen. Und auch die Radikalisierung machte an der Grenze nicht halt: In den späten 1930er-Jahren entstand mit der «Volksdeutschen Bewegung» eine nationalsozialistische Gruppierung in Liechtenstein – sie blieb aber eine Minderheit.
Level 1 – Ursache-Wirkungs-Ketten verstehen
Historikerinnen und Historiker fragen nicht nur «Was ist passiert?», sondern vor allem «Warum ist es passiert – und was folgte daraus?». Ein starkes Werkzeug dafür ist die Ursache-Wirkungs-Kette: Du schreibst ein Ereignis auf, fragst «Was folgt daraus?» und zeichnest einen Pfeil zur Folge. Diese Folge ist selbst wieder eine Ursache – also wieder ein Pfeil. So entsteht Glied für Glied eine Kette.
Beispiel 1 – die Inflations-Kette:
Versailler Vertrag (1919)
→ Deutschland muss hohe Reparationen zahlen
→ der Staat druckt immer mehr Geld
→ Hyperinflation 1923: das Geld wird wertlos
→ Ersparnisse sind vernichtet
→ viele verlieren das Vertrauen in die Demokratie
Lies die Kette laut und prüfe bei jedem Pfeil: Ergibt der Schritt Sinn? Könnte man ihn jemandem erklären, der nichts über die Zeit weiss? Genau das ist der Test für eine gute Kette.
Beispiel 2 – der Kreislauf: Manchmal beisst sich die Kette in den eigenen Schwanz – dann sprechen wir von einem Teufelskreis. So bei der Sparpolitik von Reichskanzler Brüning ab 1930:
Staat spart (kürzt Löhne, Renten, Ausgaben)
→ die Menschen haben weniger Geld zum Ausgeben (weniger Kaufkraft)
→ Firmen verkaufen weniger und entlassen Personal (mehr Arbeitslose)
→ der Staat nimmt weniger Steuern ein
→ der Staat spart noch mehr … und der Kreis beginnt von vorn
Ein Kreislauf hört nicht von selbst auf – er verstärkt sich mit jeder Runde. Deshalb wurde die Krise ab 1930 immer schlimmer, obwohl (oder gerade weil) die Regierung «vernünftig» sparte.
Level 1 – Aufgaben: Ketten nachvollziehen
Lies die Inflations-Kette in Level 1 noch einmal. Erkläre in zwei bis drei eigenen Sätzen, warum das Gelddrucken des Staates zur Hyperinflation führte.
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Überlege: Was passiert mit dem Wert einer Sache, wenn es plötzlich riesige Mengen davon gibt – zum Beispiel bei Sammelkarten, von denen auf einmal jeder tausend Stück hat?
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Je mehr Geld im Umlauf ist, desto weniger ist jeder einzelne Geldschein wert. Weil der Staat immer mehr Geld druckte, um seine Schulden und die Reparationen zu bezahlen, stiegen die Preise immer schneller. Am Ende vertraute niemand mehr dem Geld – es war praktisch wertlos.
In der Inflations-Kette steht als letztes Glied: «viele verlieren das Vertrauen in die Demokratie». Erkläre, warum die Menschen ausgerechnet der Demokratie die Schuld gaben – und nicht einfach nur «dem Geld».
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Die Weimarer Republik war 1923 erst wenige Jahre alt. Wer regierte, als die Ersparnisse verloren gingen – und wen macht man verantwortlich, wenn es einem schlecht geht?
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Die Demokratie war neu und viele Menschen waren ihr gegenüber ohnehin skeptisch. Als unter dieser neuen Staatsform die Ersparnisse vernichtet wurden, verbanden viele ihr persönliches Unglück direkt mit der Republik: «Unter dem Kaiser war das Geld noch etwas wert.» Radikale Parteien nutzten diese Stimmung später gezielt aus.
Zeichne die Brüning-Kette aus Level 1 als Kreis ab (auf Papier oder digital): Schreibe die Stationen im Kreis auf und verbinde sie mit Pfeilen. Markiere die Stelle, an der der Kreis sich schliesst.
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Beginne oben mit «Staat spart» und gehe im Uhrzeigersinn. Der letzte Pfeil muss wieder bei «Staat spart» ankommen – genau das macht den Teufelskreis aus.
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Musterskizze (als Kreis gezeichnet): Staat spart → weniger Kaufkraft → mehr Arbeitslose → weniger Steuereinnahmen → Staat spart noch mehr → (Pfeil zurück zu «Staat spart»). Der Kreis schliesst sich beim letzten Pfeil: Das Sparen erzeugt genau die Geldnot, gegen die es helfen sollte.
Level 2 – Aufgaben: Elemente richtig zuordnen
Was gehört an die Stelle «???» in dieser Kette?
Börsencrash in New York (Oktober 1929) → ??? → deutsche Banken und Firmen gehen bankrott → Massenarbeitslosigkeit
a) Hyperinflation: das Geld wird wertlos b) Die amerikanischen Banken ziehen ihre Kredite aus Deutschland ab c) Der Staat führt die Rentenmark ein
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Der deutsche Aufschwung der «Goldenen Zwanziger» war auf Pump gebaut. Woher kam das geliehene Geld – und was passiert, wenn der Geldgeber es plötzlich zurückverlangt?
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Richtig ist b). Die amerikanischen Banken brauchten nach dem Crash ihr Geld zurück und zogen die kurzfristigen Kredite aus Deutschland ab. Ohne dieses Geld konnten viele deutsche Banken und Firmen ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen und gingen bankrott. (a ist falsch: Die Hyperinflation war 1923, sechs Jahre vor dem Crash. c ist falsch: Die Rentenmark beendete 1923 die Inflation, sie ist keine Folge des Crashs.)
Was gehört an die Stelle «???» in dieser Kette?
Versailler Vertrag → hohe Reparationen → ??? → Hyperinflation 1923
a) Der Staat druckt immer mehr Geld b) Börsencrash in New York c) Liechtenstein schliesst den Zollvertrag mit der Schweiz
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Wie versuchte der deutsche Staat, an das Geld für die Reparationen zu kommen, obwohl die Staatskasse leer war?
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Richtig ist a). Um Reparationen und Schulden zu bezahlen, liess der Staat immer mehr Geld drucken – dadurch verlor das Geld rasend schnell an Wert. (b passt zeitlich nicht: Der Crash war 1929. c betrifft Liechtenstein und ist eine Folge der Kronen-Inflation, kein Glied dieser deutschen Kette.)
Bringe diese vier Ereignisse in die richtige Reihenfolge einer Ursache-Wirkungs-Kette:
A) Wahlerfolge der NSDAP B) Börsencrash in New York C) Ernennung Hitlers zum Reichskanzler D) Massenarbeitslosigkeit in Deutschland
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Hänge an jedes Ereignis eine Jahreszahl: Crash 1929, über sechs Millionen Arbeitslose Anfang 1932, NSDAP-Wahlerfolge 1930–1932, Hitler Reichskanzler am 30. Januar 1933.
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Richtige Reihenfolge: B → D → A → C. Also: Börsencrash (1929) → Massenarbeitslosigkeit (bis 1932 über sechs Millionen) → Wahlerfolge der NSDAP (1930: 18,3 %; Juli 1932: 37,3 %) → Ernennung Hitlers zum Reichskanzler (30. Januar 1933).
Setze die drei Begriffe an die richtigen Stellen im Teufelskreis Brünings:
Staat spart → ??? (1) → ??? (2) → ??? (3) → Staat spart noch mehr
Begriffe: mehr Arbeitslose / weniger Steuereinnahmen / weniger Kaufkraft
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Frage dich bei jedem Schritt: Was folgt unmittelbar daraus? Wenn der Staat Löhne und Renten kürzt – was haben die Menschen dann zuerst weniger?
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(1) weniger Kaufkraft, (2) mehr Arbeitslose, (3) weniger Steuereinnahmen. Vollständig: Staat spart → weniger Kaufkraft (die Menschen können weniger kaufen) → mehr Arbeitslose (Firmen verkaufen weniger und entlassen) → weniger Steuereinnahmen (Arbeitslose zahlen kaum Steuern) → Staat spart noch mehr.
Level 3 – Aufgaben: Eine eigene Ursache-Wirkungs-Skizze erstellen
Lies dieses Material und erstelle daraus eine eigene Ursache-Wirkungs-Skizze mit mindestens fünf Gliedern (auf Papier oder digital):
Material – Deutschland 1928 bis 1933 in Zahlen:
- Arbeitslose: 1928 rund 1,4 Millionen | Anfang 1932 über 6 Millionen
- Stimmenanteil der NSDAP bei Reichstagswahlen: 1928: 2,6 % | 1930: 18,3 % | Juli 1932: 37,3 %
- Oktober 1929: Börsencrash in New York; die USA ziehen in den Folgejahren ihre Kredite aus Deutschland ab
-
- Januar 1933: Hitler wird zum Reichskanzler ernannt
Deine Skizze soll zeigen, wie diese Zahlen und Ereignisse zusammenhängen.
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Beginne beim Auslöser (Börsencrash) und frage bei jedem Schritt: Was folgt daraus? Die Zahlenreihen zeigen dir, welche Entwicklungen parallel laufen – Arbeitslosigkeit und NSDAP-Stimmen steigen gemeinsam. Das ist kein Zufall, sondern ein Kettenglied.
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Musterskizze:
Börsencrash in New York (Okt. 1929) → USA ziehen Kredite aus Deutschland ab → deutsche Banken und Firmen gehen bankrott → Massenarbeitslosigkeit (von 1,4 Mio. 1928 auf über 6 Mio. Anfang 1932) → Not, Angst und Wut: viele Menschen radikalisieren sich → Wahlerfolge der NSDAP (2,6 % → 18,3 % → 37,3 %) → Ernennung Hitlers zum Reichskanzler (30. Januar 1933)
Andere Skizzen sind richtig, wenn jeder Pfeil einen nachvollziehbaren «Daraus folgt»-Schritt zeigt und die zeitliche Reihenfolge stimmt.
Erweitere deine Skizze um eine regionale Verzweigung: Baue an passender Stelle einen Ast ein, der zeigt, wie die Weltwirtschaftskrise auch Liechtenstein und das Rheintal traf.
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Liechtensteins Textilindustrie lebte vom Export. Was passiert mit Exportfirmen, wenn die Kunden im Ausland kein Geld mehr haben?
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Möglicher Ast, abzweigend bei der weltweiten Krise: Weltwirtschaftskrise → Kunden im Ausland kaufen weniger → Absatzkrise der exportabhängigen Textilindustrie im Rheintal → Entlassungen und Kurzarbeit → viele Menschen aus der Region müssen sich Arbeit im Ausland suchen.
Zum Abschluss: Erkläre deine Skizze aus Aufgabe 1 einer anderen Person (Mitschülerin, Bruder, Grosi …) in eigenen Worten – ohne abzulesen. ODER: Erstelle selbst eine Quizfrage im Stil von Level 2 («Was gehört an die Stelle ???») zu einer Ursache-Wirkungs-Kette aus diesem Modul, inklusive drei Antwortmöglichkeiten und Lösung.
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Beim Erklären gilt: Wenn dein Gegenüber bei einem Pfeil «Warum?» fragt und du es beantworten kannst, hast du die Kette wirklich verstanden. Bei der Quizfrage: Gute falsche Antworten stammen aus der richtigen Epoche, stehen aber an der falschen Stelle der Kette.
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Beispiel für eine selbst erstellte Quizfrage: «Was gehört an die Stelle ???: Hyperinflation 1923 → ??? → Beruhigung der Wirtschaft → Goldene Zwanziger. a) Einführung der Rentenmark und Dawes-Plan, b) Börsencrash in New York, c) Machtübernahme Hitlers.» Lösung: a). Beim Erklären zählt: Reihenfolge korrekt, jeder Pfeil begründet.
Quiz: Hast du die Ketten im Griff?
Frage 1 von 7Was gehört an die Stelle «???» in dieser Kette: Börsencrash 1929 → ??? → deutsche Firmen gehen bankrott → Massenarbeitslosigkeit?